Zur Geschichte des Pomonatempels

Der Pomonatempel auf dem Pfingstberg (c) SPSG, Förderverein Pfingstberg

Am Südhang des Pfingstbergs befand sich im 18. Jahrhundert ein großer privater Weingarten. Sein Besitzer, der Geheime Rat Carl Ludwig von Oesfeld, beauftragte im Jahr 1800 den damals erst neunzehnjährigen Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) im Zuge von Verschönerungsarbeiten und als Geschenk an seine Frau mit dem Neubau eines "temple de Pomona", einem Tempel zu Ehren der Göttin des Obstsegens.
Nachdem das Belvedere 1863 zu einem reduzierten Abschluss gebracht wurde und der Pomonatempel entgegen der ursprünglichen Planung doch erhalten blieb, folgte die Einbeziehung des Tempels in die Gartenanlage von Peter Joseph Lenné. Ein halbrunder Laubengang verbirgt geschickt die asymmetrische Stellung des Pomonatempels gegenüber dem Belvedere und leitet gleichzeitig zu ihm über.

Der nach 1945 bis auf die Grundmauern verfallene Pomonatempel wurde dank einer Spende der Hermann Reemtsma Stiftung von 1992 bis 1993 rekonstruiert und ist seitdem wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Innenraum wird für Ausstellungen genutzt und auf dem Dach des Tempels finden in der Sommersaison im Rahmen der Reihe "Kultur in der Natur" Lesungen und Märchenerzählungen statt.
Die Dachterrasse kann auch für private Veranstaltungen, Empfänge, Familienfeste und Gesellschaften angemietet werden. Bis zu 30 Personen finden in einem bezaubernden Ambiente Platz.

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